Warum dein Mann nie was findet und Du deshalb SEO für deine Beziehung brauchst

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Frauen und Männer sind verschieden, natürlich. Aber es ist nicht das Mars-Venus-Ding oder die Sache mit den Gehirnhälften oder die Frage, wer besser einparken kann. Nein. Es ist schlicht eine Frage des Suchens und des Findens. Männer suchen, Frauen finden. In vielen Beziehungen führt das zu Stress: Er sucht was – den Geldbeutel, die Autoschlüssel, die dunkle Jeans („Welche?“ – „Na, die dunkle halt!“), die Butter im Kühlschrank, irgendwelche Turnschuhe oder die blauen Jacke. Das Problem: Sie weiß, wo die Sachen sind. Aber wenn sie ihm das sagt, versteht er es nicht.

Weil diese Beziehung nicht SEO-optimiert ist. In diesem Beitrag erkläre ich euch, wie ihr das ändern könnt.

SEO – Suchmaschinenoptimierung – ist unverzichtbar, wenn man erfolgreich bloggen will. Sonst kriegt man keine Leser und auch keine Fleißsternchen von Google. Man wird schlicht nicht gefunden, von den Menschen, die im Internet etwas suchen. Und das wollen wir doch alle: Finden, was wir suchen. Männern fällt das besonders schwer. Sie finden nicht, was sie suchen. Sie finden es auch nicht, wenn ihre Frau sagt: „Schau doch mal im Kühlschrank“ (Butter) oder „die dunkle Jeans hängt doch bestimmt über dem Stuhl im Schlafzimmer“.

Ein Beispiel:
Der Mann will sich ein Brot schmieren. Er macht den Kühlschrank auf. Der ist ziemlich voll, weil das Paar heute im Supermarkt war.

Der Mann sucht die Butter, schaut kurz und sagt: „Wir haben keine Butter mehr.“
Doch, sagt die Frau, haben wir. Schau halt nach.
„Ich hab geschaut, da ist keine.“
Schau halt richtig, sagt die Frau.
Jetzt ist er beleidigt. „Ich hab doch richtig geschaut!“

Aber warum jetzt SEO?

Ein Licht ist mir vor kurzem in einem Seminar mit Elisabeth Weigel aufgegangen. Ihr erinnert Euch, Elisabeth hat bei uns schon mal über ihre Leidenschaft fürs Bogenschießen geschrieben. Außerdem beschäftigt sie sich in ihrer eigenen Firma X-Plainer.in viel mit Suchmaschinenoptimierung. Also Optimierung für Google. Und Elisabeth sagt:

Google ist wie ein 5-jähriger Junge, der ganz genau wissen will, wo etwas ist.

Ich sage: Google ist wie ein Mann Mitte 30,
der die Butter nicht sieht, wenn ein kleines Glas Marmelade davor steht.

Er sagt, er hat im Kühlschrank nachgeschaut. Hat er natürlich nicht so richtig. Weil der Permalink (die Beschreibung, wo die Butter genau steht) nicht gut war, das Keyword tauchte in ihrer Antwort gar nicht auf. Rein SEO-technisch ganz schlecht. Die Folge: Er ist beleidigt, sie genervt und das ist nicht gut für die Beziehung. Viel romantischer wird’s mit ein bisschen SEO.

Die Lösung:
„Wir haben keine Butter mehr“, sagt der Mann, als er in den Kühlschrank schaut.
„Doch“, sagt sie. „Die Butter steht im Kühlschrank ganz oben rechts hinter dem kleinen Glas Erdbeermarmelade.“
„Ach ja, gefunden“, sagt er, schmiert sich sein Brot und alles ist gut.

Super Permalink! Keyword = Butter; Kühlschrank.de/Category/ganz-oben-rechts/die-butter-steht-hinter-dem-kleinen-Glas-Erdbeermarmelade

Mädels, wenn Ihr es schafft, eure Blogs für Suchmaschinen zu optimieren, dann könnt Ihr das auch in eurer Beziehung!

Noch ein Beispiel, ganz aktuell, denn es ist mir erst vor kurzem passiert.
„Kann ich mal deinen USB-Stick haben?“, fragt er. Schwierig. Mein USB-Stick ist für ihn ungefähr so gut versteckt wie der Heilige Gral.
Zuerst sage ich: „In meiner Tasche.“ STOPP. Ganz schlecht.
Google schimpft mich auch gleich.
„In deiner Tasche?! In welcher deiner tausend Taschen? Und in welchem der tausend Fächer in einer der tausend Taschen?“

Also nochmal, und jetzt mit SEO. Es gelingt mir fast auf Anhieb.
„In meiner schwarzen Umhängetasche, sie steht auf der weißen Kommode im Flur, und in der Tasche ist ein loses Täschchen. Da ist der USB-Stick drin.“
Stille. Wühlen.
„Da sind nur Tampons.“ Das stimmt nicht. Da sind auch Pflaster, eine Notfallration Kopfschmerztabletten, Pfefferminzöl, ein kleines Deo, ein kleines Fläschchen Hygienegel, zwei Tampons und der USB-Stick – den ich in genau diesem Täschchen aufbewahre, damit er nicht in den Tiefen meiner großen Tasche verloren geht.

Neuer Versuch: „In dem Täschchen sind auch Pflaster, Kopfschmerztabletten, Pfefferminzöl, ein kleines Deo, ein Fläschchen Hygienegel und genau zwei Tampons. Und der USB-Stick rutscht immer in eines der Ecken, meist links, und er ist rechteckig geformt, wenn dir das was hilft.“
Na na na, bevormunden darf man Google aber auch nicht.
„Ich weiß, welche Form ein USB-Stick hat!“ Stille. „Ah, da ist er ja.“ Geht doch.

(Du sagst, Du kannst Dir das nicht alles merken? Ich sag mal: Wenn Du noch weißt, dass er vor vier Jahren Deine Oma nicht zum Geburtstag gratuliert hat, dann kannst Du dir diese komplizierten Sachverhalte auch merken.)

Trotzdem straft mich Google für solch komplizierte Pfade natürlich ab. Es ist nicht gut fürs Ranking. „Wie kann man nur so viele Taschen haben? Und so viel Zeug? Leg den USB-Stick doch einfach in die Schreibtischschublade!“
So what. Ist ja mein USB-Stick.

Jetzt könnt ihr natürlich sagen: Warum bin ich nicht einfach zu meiner Tasche gegangen, habe den USB-Stick aus dem extra Täschchen gezogen und ihm gegeben. Ja, manchmal mache ich das. Aber ich kann Google ja nicht immer an die Hand nehmen und sagen, guck mal, da! Wofür haben die denn ihren tollen Algorithmus, der angeblich bis zu 600 Mal im Jahr angepasst wird.

Nun: In einem unterscheiden sich Google und die Männer.

Google hat eindeutig den besseren Algorithmus.

Ich würde soweit gehen zu sagen, wenn Google ein Mann ist, dann ist der Algorithmus eine Frau. Denn Männer suchen nicht systematisch.

Ein letztes Beispiel: Er sucht etwas, er weiß nicht wo es ist. Sie weiß es auch nicht. Sie kann keinen Permalink liefern.

Was er jetzt tut: Oberflächlich in alle Ecken schauen, Schubladen aufreißen, Klamottenberge zur Seite schieben, schimpfen, fluchen, behaupten, die Frau würde alles verstecken, das Ding würde doch immer da-und-da liegen, nicht glauben, dass es dort in der alten Wohnung lag, aber doch nicht in dieser… und so weiter.

Was sie jetzt tut: Sie sucht systematisch. Sie denkt logisch, und auch psychologisch. Ja, der Autoschlüssel liegt eigentlich immer hier im Regal, aber überleg doch mal, als du gestern nach Hause gekommen bist, hast du das Haus über die Terrasse betreten, wahrscheinlich hast du den Autoschlüssel in die Durchreiche neben der Terrassentür gelegt.

Jetzt ratet mal, wo der Autoschlüssel war. Eben.

Irgendwas muss am männlichen Algorithmus falsch programmiert sein. Denn wie kann jemand meisterhaft Excel-Tabellen erstellen, aber unfähig sein systematisch zu suchen?

Und was ich mich wirklich frage: Finden die Männer, die am Google-Algorithmus mitprogrammieren, den Autoschlüssel und die Butter automatisch?
Oder… Ich sag mal: Stellen die sich im Alltag auch so an?

Was ich aber von Euch wissen will, liebe Leserinnen und Leser:

Kennt Ihr diese Probleme aus Eurer Beziehung? Und würde es mit ein bisschen SEO nicht entspannter zugehen?

9 Kommentare

  1. Sehr schön. Vielen Dank. SEO verstanden und Kommunikation mit Männern ebenfalls.
    Grüße
    Annett

  2. Ganz ganz herrlich! Habe Tränen gelacht… Und weil
    ich ja auch auf dem Seminar mit Elisabeth war, habe ich schon das ein oder andere Beziehungsdrama mit SEO gemildert 😂😂😂

  3. Herrlich! Toller Blogbeitrag!
    Über den Satz von Elisabeth, dass Google von Männern programmiert wurde und es nicht ausreicht zu sagen, dass sich die Butter im Kühlschrank befindet, lache ich immer noch.
    Ich hab‘ das meinem Mann erzäht – nur der fand’s nicht so lustig 🙂
    Viele Grüße

  4. Sehr schön – SEO für’s Leben.
    Der Google-Algorithmus ist also wahrscheinlich mehr von Männern programmiert, denn wenn die Anfrage für SEO passt, finden es auch die Männer.

  5. Elisabeth Weigel

    Schöner Artikel!
    Habe ich erwähnt, eine sehr harmonische Ehe zu führen? Auch bei Konflikten finden mein Mann und ich schnell eine Lösung 😉

  6. Haha, ich lach mich schlapp. Super Artikel! Ich kenne das auch so gut und habe gerade gestern eine SEO Volkshochschulkurs gemacht. Diese ganzen SEO-Tipps werde ich auch direkt mal im Reallive anwenden :). Mein Mann Prof. M. braucht immer ganz klare Anweisungen. Wenn ich sage: „in der pinken Tasche“, dann kommt unter Garantie die Gegenfrage „in welcher?“, obwohl ich nur eine pinke, eine rosa und eine Tasche in coralle im Flur hängen habe.
    Viele Grüße
    Anita

    • Alexandra von Knobloch

      Vermutlich kennt er die Wörter für die Farben nicht 🙂 Ist ja o.k., solange er Fachvokabular für Schrauben und solche Dinge beherrscht.
      Viele Grüße
      Alex

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