Kopfschmerzen und Migräne: Was mir geholfen hat – und was nicht

Meine Kopfschmerzen und ich, das ist eine lange Geschichte, bald feiern wir 20-jähriges. Was tun gegen die Kopfschmerzen? Das war viele Jahre ein Thema für mich. Es ist nicht immer Migräne, oft  sind es wirklich „nur“ Spannungskopfschmerzen. Aber nie solche, die nach einem Spaziergang an der frischen Luft wieder weggehen oder bei denen man einmal im Jahr eine Aspirin einwirft. Meine erste Migräne hatte ich einen Tag vor der ersten Abiturprüfung – eine Tatsache, die ich jahrelang außergewöhnlich fand. Der Neurologe, dem ich später davon erzählte, zuckte nur mit den Schultern und sagte: „Ach, der Klassiker.“ (Übrigens ein sehr fähiger Mann, dazu gleich mehr.)

Ich wollte schon lange über meine schmerzhaften Begleiter bloggen – über den Spannungskopfschmerz und die Migräne. Aber die Tatsache ist, dass ich sie am liebsten ignoriere. Am liebsten würde ich so tun, als gäbe es sie gar nicht. Diese Tage, an denen ich morgens nicht aufstehen kann, weil ich das Gefühl habe, mein Schädel explodiert. Die Stunden, an denen sie langsam über meinen Hinterkopf nach oben wandern, weil ich total verspannt am Schreibtisch sitze. Die Momente, wenn ich weiß: Der Tag ist gelaufen, jetzt helfen nicht mal mehr Medikamente. Migräne.

Die gute Nachricht: Nach fast 20 Jahren haben wir uns arrangiert, der Kopfschmerz und ich. Manchmal bin ich sogar zwei bis drei Wochen am Stück schmerzfrei – nach 15 Jahren, in denen keine Woche ohne Spannungskopfschmerzen oder Migräne und tonnenweise Schmerzmittel verging. Ich hatte wirklich häufig Kopfweh. Deshalb will ich heute für euch aufschreiben, was mir geholfen hat und immer noch hilft – und vor allem, was nicht. Nach vielen Aufs und Abs hat sich die Frage „Kopfschmerzen, was tun?“ für mich zum Glück geklärt. Diese Liste ist sehr subjektiv – es gibt so viele Arten von Kopfschmerzen, wie es Menschen gibt. Keine Migräne-Attacke gleicht der anderen. Außerdem unterschieden sich die Ursachen von Spannungskopfschmerzen und Migräne sehr. Was mir nichts gebracht hat, wirkt bei dir super? Wunderbar – dann erzähl uns deine Geschichte in den Kommentaren.

Was meine Kopfschmerzen nicht bessert

Medikamente, tonnenweise: Sie sind sogar riskant

Acetylsalizylsäure (ASS aka Aspirin), Paracetamol, Ibuprofen… Ich kenne sie alle. Als Tablette, Granulat zum Auflösen, mit Koffein, in der Migräne-Edition – name it, I had it. Als sich die ersten Attacken häuften, hat die eine oder andere sogar noch gut gewirkt, der Tag ging weiter. Das war bald immer seltener der Fall. Vielmehr: Die Tabletten schafften es gerade noch, den Schmerz irgendwie einzudämmen, aber er waberte immer noch wie eine dicke Wolke hinter meiner Stirn. Also warf ich die nächste ein. Und die Schmerzen wurden schlimmer. Das zog sich manchmal über Tage. „Medikamenteninduzierter Kopfschmerz“ nennt man das, wenn Kopfschmerz-Medikamente neue Kopfschmerzen machen. Wenn dir das bekannt vorkommt, solltest du Tagebuch führen und genau aufschreiben, an wie vielen Tagen im Monat du Schmerztabletten nimmst. Sind es mehr als zehn, sprich mit einem Arzt, zum Beispiel einem Neurologen. Es gibt Alternativen, die besser wirken. Und Verhaltensregeln, die die Anzahl der Attacken reduzieren.

Akupunktur

Vor etwa zehn Jahren lief die große GERAC-Studie (German Acupuncture Trials), mit der man herausfinden wollte, ob Akupunktur wirklich etwas bewirkt. Ich habe nicht direkt an der Studie teilgenommen, aber in ihrem Dunstkreis war die Behandlung beim Orthopäden bezahlbar und die Krankenkasse übernahm einen Teil der Kosten. Jede Woche stach mir der Arzt die Nadeln in die Hände und Ohren, während einer akuten Attacke auch mal eine Nadel wie eine Antenne mitten auf meinen Kopf. Die Studie kam später zu dem Ergebnis, das Akupunktur bei Spannungskopfschmerzen und Migräne wirkt, jedoch unabhängig davon, ob der Akupunktur tatsächlich die vorgeschriebenen Punkte „nadelt“ oder irgendeine Stelle („Scheinakupunktur“). Bei mir passierte: Nichts. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich „nur“ bei einem Orthopäden mit Zusatzausbildung war, und nicht bei einem umfassend ausgebildeten Akupunkteur? Ich weiß es nicht. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Akupunktur bei Kopfschmerzen übrigens nicht.

Kinesiologie und andere alternative Methoden

Der Besuch bei der Kinesiologin war toll, keine Frage. Ich lag entspannt auf der Liege, sie klopfte an mir herum, hielt meinen Arm nach oben, plapperte das nach, was ich vorher als Vermutung für die Ursachen meiner Kopfschmerzen formuliert hatte (Der Abi-Stress? Das schlechte Gewissen, zu wenig gelernt zu haben? Ich bin mir nicht mehr sicher, was ich mir damals zusammen reimte). Ich ging erfrischt und gut gelaunt nach Hause, überzeugt, etwas wichtiges für meine Gesundheit getan zu haben. Es änderte sich: Nichts. Natürlich gilt auch hier: Hätte ich öfter hingehen sollen, war die Therapeutin einfach nicht die richtige? Ich weiß es nicht.

Ähnliches gilt für Homöopathie und Craniosacral-Therapie und anderes, das ich ausprobiert habe, weil ich verzweifelt war und nach jedem Strohhalm gegriffen habe. Irgendwas wird schon helfen. Obwohl – die Sitzung bei dem ägyptisch-kanadischen Craniosacral-Therapeuten war wirklich interessant und sogar witzig. Der war zu Gast in meinem damaligen Yoga-Studio, knöpfte mir zweimal 100 Euro ab, hielt lange meinen Kopf, zog heftig an meinen Armen und Beinen und schwatzte in seinem lustigen Englisch auf mich ein. Die Migräne besserte sich nicht. Aber es war sehr unterhaltsam und definitiv nicht so spaßbefreit wie bei der Kinesiologin. Ich glaube mich zu erinnern, dass er irgendwann sagte „You will once write about health, oh yes, you will“, aber ich weiß nicht mehr, ob ich mir das nicht vielleicht einbilde. Es ist mehr als zehn Jahre her.

Yoga und andere Entspannungstechniken

Das liest sich jetzt ja fast schon ketzerisch: „Entspannungsübungen haben mir nicht gegen meine Kopfschmerzen geholfen.“ Haben sie auch lange nicht. Weil ich ungeduldig war, auf schnelle Effekte aus. JETZT HAB ICH DOCH SCHON DREIMAL MEDITIERT UND HAB IMMER NOCH MIGRÄNE, WAS SOLL DAS?!

Ich habe dabei viel gelernt. Das wichtigste: Du brauchst Geduld. Stell dich auf ein paar Jahre ein. Und wenn die Kopfschmerzen schon da sind, nutzt kein Yoga mehr, keine tiefes In-den-Bauch-Atmen, kein autogenes Training, vor allem nicht bei Migräne.

Was gegen meine Kopfschmerzen hilft

Hier steht mit Absicht „meine Kopfschmerzen“ – denn wenn es mindestens so viele Arten von Kopfschmerzen gibt wie Betroffene, dann wahrscheinlich auch ebenso viele Mittel und Verhaltensweisen, die dagegen helfen. Dieser Text ist deshalb keine Handlungsanweisung für dich, wenn du auch unter Kopfschmerzen oder Migräne leidest. Höchstens eine Handreichung, eine Idee.

Und das hat die Zahl meiner Kopfweh-Attacken von „viel zu häufig“ auf  „aushaltbar“ reduziert – bis heute:

Ein guter Arzt

Ich war mit meiner Migräne bei genau zwei Ärzten. Ganz am Anfang, nach einer der ersten Attacken bei meinem Hausarzt, der ziemlich ratlos war. Und dann erst wieder acht Jahre später bei einem spezialisierten Neurologen. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, mal länger als drei Tage ohne Kopfschmerzen zu leben. Den Neurologen habe ich über die Expertenliste der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft gefunden. Der hatte schon krassere Fälle gesehen als mich und das war irgendwie beruhigend. Jahrelang hatte ich mich ziemlich auf meine Migräne eingeschossen, immer war sie da, grätschte in mein Leben, hielt alles auf, war an allem schuld. Und jetzt nordete mich einer ein, sehr väterlich: Alles normal. Gibt halt so Leute wie Sie, die zerbrechen sich den Kopf. Kriegen Sie wahrscheinlich kein Magengeschwür.

Er war nicht fürs Psychologisieren, aber er sagte natürlich, dass Stress ein Auslöser sein kann und oft ist. Dass Leute wie ich einfach um viele Dinge „einen Kopf machen“,  oft unnötig oder übertrieben, aber das ist halt so. Dass es aber auch normal ist, wenn die Schmerzen kommen, wenn ich eigentlich keinen Stress habe, am Wochenende zum Beispiel, wenn ich zu lange schlafe oder zu wenig. Die Ursachen und Abläufe im Gehirn bei Migräne sind immer noch unklar. Sicher ist, dass während eines Anfalls bestimmte Nerven übererregt sind und Nervenbotenstoffe die Schmerzempfindlichkeit steigern. Beim Spannungskopfschmerz scheint die Ursache dagegen mit einer mangelhaften Schmerzunterdrückung zusammenzuhängen. Nervenzentren, die normalerweise Schmerzsignale abblocken, arbeiten dann nicht richtig.

Ich bekam Betablocker zu Vorbeugung, die wirklich halfen, die Zahl der Attacken zu reduzieren. Betablocker sind eigentlich Medikamente gegen Bluthochdruck, aber es hat sich herausgestellt, dass sie auch zur Migräneprophylaxe taugen. Ich führte über Monate ein Kopfschmerz-Tagebuch, dass der Arzt immer wieder mit mir durchging. Ich notierte jeden Migräne-Anfall, jeden Spannungskopfschmerz, jede Tablette. Mein Retter war ein Triptan. Migräneschmerz entsteht ja an den Blutgefäßen des Gehirns und Triptane blockieren die Nervenbotenstoffe, die diese Schmerzen auslösen. Wenn man sie frühzeitig nimmt, stoppen sie den Kopfschmerz ehe man ihn spürt.

Medikamente, überlegt und rechtzeitig eingesetzt

Jahrelang war ich bei Kopfschmerz so verfahren: Erst hatte ich ihn ignoriert, nach dem Motto „Wird diesmal nicht so schlimm werden“. Wenn mir dann schließlich der Schädel explodierte, habe ich fast panisch Paracetamol oder Ibuprofen genommen. Und schließlich hatte ich die Tages-Höchstdosis intus und die Kopfschmerzen wurden nur schlimmer. Mein Neurologe hat mir deshalb eingeschärft: Nicht warten, vor allem nicht mit dem Triptan. Rechtzeitig eingenommen, stoppt es die Attacke. Einige Triptane gibt es auch freiverkäuflich in Apotheken. Aber wer häufig unter Migräne leidet, sollte mit einem Arzt sprechen, bevor er eines nimmt. Denn: Nicht jedem hilft jedes Medikament gleich gut. Die passende Therapie zu finden, ist ein Kraftakt für jeden Kopfschmerzpatienten, bei dem man unbedingt einen spezialisierten Arzt an der Seite haben sollte.

Mittlerweile kann ich meine Kopfschmerzen so gut einschätzen, dass ich schon weiß, ob ich besser gleich eine Ibuprofen nehme oder Pfefferminzöl auf der Stirn und eine Stunde Schlaf mich auch wieder fit machen. Ich halte sicherlich nichts davon, wegen jedem Zucken im Kopf sofort eine Tablette zu nehmen. Ich halte aber noch viel weniger davon, sich unnötig zu quälen und dem Schmerz die Chance zu geben, einem den Tag zu versauen.

Selbstfürsorge und richtige Verhaltensweisen

Kopfschmerzen sind ja eigentlich ein super Signal. Da steht einer in deinem Kopf und macht dir sehr deutlich und sehr laut klar, dass das so nicht geht. Dass es zu viel war. Dass eine Auszeit jetzt einfach nötig ist. Sorry dass du dich dabei kaum bewegen kannst und jede Stunde über der Kloschüssel hängst, aber war jetzt nicht anders zu machen. Meine Attacken werden weniger, je besser ich auf mich achte. Das gelingt mir mal mehr, mal weniger gut. Ich habe mich ziemlich gut kennengelernt durch meine Kopfschmerzen. Ich weiß zum Beispiel, dass ich auf jeden Fall eine Attacke bekomme, wenn ich eine schwierige Aufgabe oder Situation gemeistert habe. Sobald die Anspannung von mir abfällt – zack!  Mein Hirnkasten zerspringt. Ich stelle mich mittlerweile darauf ein, habe eine Notfallration Ibuprofen dabei und gehe sofort nach Hause.

Pro-Tipp meines Neurologen: Eine Zeit lang hatte ich immer Samstags nach dem Ausschlafen rasende Kopfschmerzen. Kein Wunder, sagte der Neurologe, ihr ganzer Körper ist darauf programmiert, von 23 Uhr bis 7 Uhr zu schlafen. Jetzt schlafen Sie plötzlich 2 oder 3 Stunden länger. Für einen Migräne-Kranken ist das schon zu viel aus der Reihe getanzt. Schlagen Sie der Veranlagung ein Schnippchen. Stehen Sie auch samstags um 7 auf, holen Sie die Zeitung, lesen Sie einen Artikel und legen Sie sich wieder ins Bett.

Ich dachte, der will mich verarschen. Aber es hat geklappt. Heute habe ich Kinder und deshalb das Problem des Zu-viel-Schlafens einfach nicht mehr, aber damals war dieser Tipp eine echte Hilfe.

Kopfschmerzen und Verhütung / Schwangerschaft / Stillzeit

Kopfschmerz und Migräne stehen ganz oben auf der Liste der Nebenwirkungen im Pillen-Beipackzettel. Ich vermute, dass die Pille auch bei mir die Attacken mit ausgelöst hat – ob das wirklich stimmt, lässt sich natürlich nicht nachprüfen. Auffällig war es allerdings schon, dass ich zum ersten Mal seit Jahren ganze vier Wochen beschwerdefrei war, sobald ich nicht mehr hormonell verhütet habe. Auch ein sinkender Östrogenspiegel (vor der Periode) kann zu Migräne führen – aber auch das ist bei jeder Frau verschieden. Ich komme mittlerweile mit einer hormonellen, aber östrogenfreien Verhütungsmethode am besten klar, der sogenannten Hormon-Spirale. (Kopfschmerzen zählen unter dem angegebenen Link zu den Nebenwirkungen, bei mir jedoch hat die Spirale die Attacken positiv beeinflusst – sprich auf jeden Fall mit deiner Frauenärztin, wenn du dich für diese Verhütungsmethode interessierst.)

Mein Neurologe war auch ein wichtiger Berater, was Kopfschmerzen in Schwangerschaft und Stillzeit betrifft. Zu Beginn der ersten Schwangerschaft haben wir detailliert besprochen, was ich gegen die Attacken unternehmen kann und welche Medikamente nicht erlaubt sind, zum Beispiel Ibuprofen. Das fand ich bedauerlich, ist es doch der Wirkstoff, der immer noch am meisten gegen meine Schmerzen ausrichten kann. Ich durfte während der Schwangerschaft Paracetamol nehmen, damit kam ich ganz gut klar, bis auf eine drei Tage währende Attacke im zweiten Trimester.

Besonders heftig war die Migräne nach der Geburt, während der Stillzeit. Ich traute mich kaum, eine Tablette zu nehmen, ging vor Schmerzen schier die Wände hoch oder hing wegen der heftigen Übelkeit über der Toilette. Bitte informiere dich als Kopfschmerz-/Migräne-Patientin genau, was du in der Stillzeit gegen die Schmerzen nehmen kannst. So sollte man auf Triptane möglichst verzichten, Paracetamol, Diclofenac oder Ibuprofen sind aber durchaus erlaubt. Die krassen Attacken in der Stillzeit waren für mich jedenfalls einer der Gründe, zwar weiter auf eine hormonelle, aber östrogenfreie Verhütungsmethode zu setzen. Die Hormon-Spirale ist nicht unumstritten, aber mir hat sie das Leben tatsächlich erleichtert. Ob Verhütung, Schwangerschaft oder Stillzeit: Sprich auf jeden Fall mit deiner Neurologin und/oder Frauenärztin darüber, was dir nützen könnte, um von häufigen und heftigen Kopfschmerz-Anfällen entlastet zu werden.

Yoga und Joggen

Schon der Orthopäde, der mir die Akupunkturnadeln in die Handflächen stach, deutete an, dass er Ausdauersport ja eigentlich für die bessere Herangehensweise halte. Ich habe dann sehr widerwillig das Projekt Joggen lernen angegangen und nach einiger Zeit – man muss es schon regelmäßig und über einen längeren Zeitraum machen – gemerkt: Das hilft. Wie sagt der Monaco Franze: Auch so für das Seelische. Eine halbe Stunde an der frischen Luft bei moderatem Tempo stoppt das Gedankenkarussell. Dito Yoga: Bei akuten Kopfschmerzen hat es keinen Sinn, sich auf die Matte zu legen. Aber zur Prophylaxe ist Yoga für mich perfekt.  Das wichtigste ist: Beides muss ich regelmäßig tun, es muss sich in meinen Alltag einfügen wie Zähneputzen oder Lebensmittel einkaufen. Das ist nicht immer einfach. Aber meistens klappt es.

Geduld und Akzeptanz

Dass mir Yoga und Joggen tatsächlich gegen die Kopfschmerzen helfen, habe ich erst nach Jahren erkannt. Geduld war noch nie meine Stärke, aber da hat es sich wirklich bewährt, dran zu bleiben. Irgendwann auf diesem Weg habe ich auch gelernt: Es bringt nichts, auf die schnelle Hilfe zu hoffen, den Sofort-Effekt.

Wir haben uns dann arrangiert, ich und meine Kopfschmerzen. Es sind ja „meine“.

Ich bekämpfe sie nicht mehr mit jeder Faser so wie früher, wo mich allein der Gedanke an sie unglaublich wütend gemacht hat. Die sollten nur weg. Und waren ständig wieder da. Heute denke ich mir: Sie gehören halt zu mir. Kopfschmerzen, was tun? Die Frage regt mich heute nicht mehr auf. Mir schlägt nichts auf den Magen, ich zerbrech mir halt den Kopf, wenn ich Stress habe. Ich habe die Kopfschmerzen akzeptiert und empfinde sie seitdem nicht mehr als den großen Bösewicht in meinem Leben. Eher wie Verwandte, die man sich ja nicht aussuchen kann und neben denen man beim Familienfest nicht unbedingt sitzen muss. Solange sie nicht mehr dauerhaft bei  mir einziehen – alles ok.

Hast Du auch eine Kopfschmerz-Geschichte? Was hilft Dir am besten? Erzähl es uns in den Kommentaren!

 

5 Kommentare

  1. Hallo Nadja, danke für den interessanten Artikel. Ich hatte auch Kopfschmerzen – seit ich ein kleines Kind war. Richtige Migräne cwar es wohl nicht, aber ein paar Mal die Woche solche Schmerzen, dass nur eine Tablette geholfen hat.
    Vor drei Monaten nun habve ich aus ganz anderen Gründen meine Ernährung umgestellt. Und merkte nach nur zwei Wochen, dass ich gar keine Kopfweh mehr bekam. Und das blieb so! Seit drei Monaten also plötzlich Kopfschmerzfrei nach 30 Jahren! Verrückt. Keine Milch, kein Brot und weniger Zuckjer, mehr Obst u Gemüse, das hat irgendwas ausgelöst ☺ Über meine Erfahrungen schreibe ich übrigens auch auf http://www.food4spirit.de.
    Ich wünsche Dir alles Gute
    Anna

  2. Nadja Katzenberger

    Hallo Anna, schöner Blog 🙂 Interessant, was du schreibst – mit dem Ernährungsaspekt habe ich mich noch nicht so intensiv auseinandergesetzt, von meinem gescheiterten Zuckerfrei-Experiment mal abgesehen. Habe aber schon von Ansätzen gelesen, die bei Kopfschmerzen dazu raten, auf Kohlehydrate zu verzichten – dazu konnte ich mich nie durchringen. Schön, dass es dir gut geht! Dir auch alles Gute und Liebe Grüße,
    Nadja

  3. Hallo, ich leider unter Migräne seit der Pubertät ungefähr. Ibuprofen habe ich immer zur Hand, das hilft mir am besten.
    Akkupunktur und Osteopathie hat mir persönlich geholfen, ich muss es immer mal wieder wiederholen.Und ja, ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Migräne ein Zeichen ist.Ich kann nach einem schlimmen Streit sofort Migräne bekommen, oder nach Überarbeitung.Wenn ich dann mal wieder zuviel Bock auf Schokolade habe weiß ich dass es mal wieder so weit ist 😉

  4. Hallo,

    was ich inzwischen gelernt habe: Nicht warten, sondern sofort etwas dagegen einnehmen. Auch dann, wenn ich nur die Ahnung habe, da könnte sich eine Migräne entwickeln. Das mache ich inzwischen auch vorbeugend, etwa vor intensiven Ausdauerbelastungen, z.B. 10-km-Lauf (also als „Rennen“, nicht als Training – da kann ich mich einfach nicht so quälen). Nicht immer kommt dann gar keine Migräne, aber sie verläuft auf jeden Fall kürzer und weniger heftig.

    Akupunktur habe ich einmal bei einem Akutanfall bekommen, danach zwei-, dreimal als die Migräne sich schon festgefressen hatte. Das erste Mal hatte ich das Glück, dass meine Mannschaftkameradin Physiotherapeutin mit Zusatzausbildung war. So rasch und vollkommen hat mir nie wieder etwas geholfen – es war wunderbar! Die anderen Male war ich wahrscheinlich zu spät dran. So habe ich es mir jedenfalls erklärt.

    Entspannung hilft auch – sofern ich sie gleich einsetze. Ist der Schmerz zu heftig, kann ich gar nicht mehr entspannen. Ebenfalls gut: Schulterrollen, so lange und intensiv, bis die Muskeln heiß werden. Nacken dehnen. Alle Übungen, mit denen ich die Wirbelsäule mobilisiere. Singen. Sanfter Ausdauerlauf.

    Ein Tipp, den ich erst kürzlich bekommen habe und der sich seitdem auch schon zweimal erfolgreich bewährt hat: Den Mund leicht öffnen und die Kiefergelenke massieren.

    Alles Gute!

    Dagmar

    • Nadja Katzenberger

      Liebe Dagmar, danke für deine Erfahrungen! Die Kiefergelenks-Massage werd ich beim nächsten Kopfschmerz gleich mal ausprobieren. Viele Grüße! Nadja

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