Gute Vorsätze umsetzen – 5 erprobte Tipps

Ab morgen wird alles anders, und im neuen Jahr sowieso: Gute Vorsätze umsetzen, das ist dein Ziel spätestens ab 1. Januar. Dann ist deine innere To-Do-Liste voll. Gleichzeitig sitzt dir noch der Kater von der Silvesterparty im Nacken und im Magen liegt fettgefressen dein innerer Schweinehund.

Du willst es trotzdem versuchen? Dieses Jahr wird dein Jahr? Gute Vorsätze umsetzen: Diesmal willst du es wirklich schaffen? Dann helfen dir vielleicht diese 5 Tipps – getestet und erprobt vom healthandthecity-Team!

 

1. Übernimm dich nicht

 

 

Zum Jahreswechsel reiht sich gerne mal ein guter Vorsatz an den nächsten und weil das neue Jahr noch so unschuldig und unverplant vor einem liegt, glaubt man auch schnell, 32 gute Vorsätze ließen sich schon irgendwie bis Ostern umsetzen. Spätestens zur Bikini-Saison muss man ja ein neuer Mensch sein.

Zuallererst: Du musst gar nichts! Nimm’s leicht, mach dir keinen Druck und vor allem: Übernimm dich nicht! Ein guter Vorsatz reicht für die nächsten Wochen, auch wenn es ein vermeintlich „kleiner“ ist – etwa, weniger Süßes zu essen. Besonders aber, wenn du eine größere Veränderung planst und zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören willst. Das kostet Zeit und Kraft – vermies dir nicht deine Motivation, weil du gleich alles auf den Kopf stellen willst.

Jochen Mai rät auf karrierebibel.de, sich seine guten Vorsätze genau aufzuschreiben und sie vor allem nicht aus einer Laune heraus zu fassen – ein konkreter Anlass macht die Umsetzung leichter.

 

2. Mach einen Vertrag mit dir selbst

 

Du meinst es wirklich ernst? Dann schließe einen Vertrag mit dir selbst. Schreib auf, was du vorhast, hochoffiziell, gerne gerahmt oder mit Siegel. Setz dir eine Deadline, ein Ultimatum, wenn du meinst, eines zu brauchen. Zähle auf, was du unternehmen wirst, um deinen guten Vorsatz Wirklichkeit werden zu lassen. Schreib auf, warum du das alles machen möchtest. Warum dein innerer Schweinehund sterben muss. Besiegele seinen Tod.

Hab Geduld mit dir selbst: Rund 66 Tage dauert es, bis ein neues Ritual zu einer automatisierten Gewohnheit wird.

 

3. Erzähl es allen. Wirklich allen

 

Wenn einer deiner guten Vorsätze lautet, nicht mehr zu rauchen, keinen Alkohol mehr zu trinken oder keine Schokolade mehr zu essen, dann informiere alle, die dich kennen! Damit bekräftigst du vor dir selbst, wie ernst es dir ist – denn wenn keiner davon weiß, kann man so ein gutes Vorhaben ja auch schnell wieder ad acta legen und muss sich vor niemandem erklären. Hat ja keiner gewusst. Das kann dir schon mal nicht passieren, wenn alle Freunde, alle Kollegen, dein Partner und deine Familie Bescheid wissen, dass gute Vorsätze umsetzen gerade dein Projekt ist. Und es verhindert blöde Situationen, in denen du schwach werden könntest. Es wird dir niemand eine Zigarette anbieten, wenn er weiß, dass du am 1. Januar mit dem Rauchen aufgehört hast.

Alle wissen Bescheid bedeutet aber auch: Du hast jetzt Verbündete, Unterstützer! Menschen, die dich motivieren, wenn du unsicher bist. Menschen, die dich an einem Scheiß-Tag auffangen. Menschen, die dich loben, wenn du wieder eine Woche geschafft hast. Dafür müssen sie aber wissen, was du von ihnen erwartest: Nämlich Motivation, Lob, Zuspruch, eine Schulter zum ausheulen. Mach ihnen auch klar, was du gar nicht gebrauchen kannst: Pessimismus, Ablehnung und mangelnde Unterstützung. Das führt auch direkt zum nächsten Punkt:

 

4. Meide deine Feinde

 

Es wird sie immer geben, die Sowas-wär-mir-zu-blöd-Menschen, die Schaffst-du-doch-eh-nicht-Leute, die Was-für-eine-blöde-Idee-Idioten. Es wird sie immer geben – aber nicht in deinem Leben. Der Umgang mit Leuten, die eine Gegenposition zu deinem Plan einnehmen, ist schwierig. Sie machen dich unsicher, du beginnst zu zweifeln, vielleicht übernimmst du in Gedanken sogar ihre Argumente – und die sickern wie vergiftetes Wasser in deine Pläne. Am Ende hast du schlechte Laune, wirfst deinen guten Vorsatz über den Haufen und wirst – zum Beispiel beim Rauchen – wieder rückfällig. Und dann hatten die Blöde-Idee-Idioten auch noch Recht.

Wenn gute Vorsätze umsetzen wirklich dein Ziel ist: Meide diese Menschen oder beschränke den Kontakt mit ihnen auf das Nötigste. Gerne auch mit Ansage: „Du legst mir nur Steine in den Weg, deshalb mach ich mich in nächster Zeit lieber rar.“ Wer es schafft, dir deinen guten Vorsatz schlecht zu reden, muss diese Ehrlichkeit aushalten können.

Aber nicht nur Menschen können deine gute Vorsätze gefährden: Du willst abnehmen und weißt, das ungesunde Essen in der Kantine hindert dich daran? Dann meide die Kantine – und such dir einen Kollegen, der stattdessen in der Mittagspause mit dir spazieren geht. Du willst mindestens einmal die Woche nach der Arbeit joggen gehen? Dann nimm die Laufschuhe mit ins Büro und starte gleich nach der Arbeit – ohne Umweg über dein Zuhause, wo du vielleicht auf dem Sofa hängen bleibst.

5. Mach dir jeden Erfolg bewusst

 

Jedes neue Vorhaben, jede Veränderung beginnt mit einem riesigen Berg, der vor dir liegt und einen langen, dunklen Schatten wirft. Denk nicht daran. Denk nicht an den Gipfel. Denk nicht an nächste Woche oder nächsten Monat. Nimm jeden Tag, Schritt für Schritt, bei dem Projekt „gute Vorätze umsetzen“. Sei gut zu dir selbst und tu dir jeden Tag etwas Gutes. Kauf dir Blumen oder eine Kinokarte, mach eine Spaziergang oder gönn dir einen Mittagsschlaf. Nimm dir jeden Abend ein bisschen Zeit und schreib auf, was gut war an diesem Tag, was du geschafft hast, worauf du stolz bist. Überleg dir, wie du den nächsten Tag angehen willst. Welche Herausforderung erwartet dich? Wie kannst du sie meistern? Wie wirst du dich danach fühlen? Um deine Selbstmotivation hoch zu halten, schreib dir selbst Postkarten oder Briefe mit Sprüchen oder Geschichten, die dir gut tun. Du wirst feststellen, wie schön es ist, diese Post im Briefkasten zu finden.

Denk dran: 66 Tage solltest du dir mindestens geben – das sind mehr als zwei Monate.

Wir sprechen uns wieder im März!

Keine Idee, was du umsetzen könntest? Die Kolleginnen von Myself haben einige Tipps.

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